Inhalt: Der film erzählt die Geschichte des legendären Dschingis Khan (Tadanobu Asano), der Ende des 12. Jahrhunderts vom einfachen Nomaden Temudgin zum weltbekannten Heerführer und Staatsgründer aufsteigt. Seine große Liebe Borte (Khulan Chuluun), die er von Kind auf liebt, wird entführt und er macht sich auf sie aus den Fängen des feindlichen Stammes zu befreien.
Persönliche Einschätzung: Eine Nomminierung für den besten ausländischen Film, bei der diesjährigen Oscarverleihung, hat der Film schon erhalten, sowie einige Auszeichnungen auf anderen Filmfestivals. Dabei ist der Film keinesfalls ein Film der viel über die Person Dschingis Khan erzählt. Der Film ist epochal inszeniert. Mit tausenden Statisten wurde in Kasachstan und anderen Teilen Zentralasiens gedreht. In Zeiten von CGI und Special Effects ein schöner Anblick. Doch der Film steht sich teilweise selbst im Wege. Versucht er doch nicht nur Schlachtenepos zu sein, sondern auch die Charaktere und ihre Psyche zu zeichnen. Doch dies geschieht viel zu oberflächlich, klischeehaft und berechenbar. Und so bleibt dem Film leider nicht viel mehr wie ein Platz neben anderen Schlachtenfilmen und nicht über ihnen. Zu wenig hebt er sich von der Masse ab, was weder die solide Schauspielerleistung noch die gute Filmmusik verhindern können. Doch schlecht ist das Ergebniss des russischen Regiesseurs, der insgesamt 3 Dschingis Khan Verfilmungen geplant hat, keinesfalls, sondern auf jedenfall einen Kinobesuch in der aktuell etwas dürftigen Phase des Kinojahres, wert.
Regie: Sergei Bodrov
Release: 7. August '08 (D), 6. Juni '08 (USA)
Ersteindruck: 8 von 10
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